Was ist eine IP Kamera? IP Kamera Test, Vergleich und Ratgeber

Der moderne Sicherheitskamera-Standard für Überwachungskameras ist die IP Kamera (auch Netzwerkkamera genannt). Diese ist netzwerkfähig, daher der Name „IP“ (Internet Protocol). Per Netzwerkkabel, aber auch per WLAN kann eine solche Sicherheitskamera ins Netzwerk eingebunden werden.

Diese ist dann über eine IP (z.B. 192.168.1.123.) erreichbar, so wie es u.a. auch ein PC ist. Jeder Computer im gleichen Netzwerk kann auf das Videosignal zugreifen, indem die IP in den Browser eingegeben wird oder in eine Videoüberwachungssoftware.

In diesem Ratgeber wollen wir mithilfe eines IP Kamera Test verschiedene Modelle vergleichen und Sie über die aktuelle Technik in der netzwerkbasierten Kamera Überwachung informieren.

Eine IP Kamera kann per Software bedient und eingestellt werden

Im Browser bietet die IP-Kamera dann eine Benutzeroberfläche, in der man nicht nur das Live-Videobild sehen kann, sondern auch diverse Einstellungen vornehmen kann. So kann man z.B. folgende Maßnahmen vornehmen:

  • Bereiche maskieren, die aus rechtlichen Gründen nicht mit aufgenommen werden sollen
  • Eine Bewegungserkennung einrichten mit einstellbarem Areal und Empfindlichkeit
  • Eine E-Mail-Adresse anlegen, die eine Nachricht bekommt, wenn eine Bewegung erkannt wurde
  • Einen FTP-Server einrichten, auf den im Alarmfall Bilder übertragen werden

Diese genannten Punkte unterstützen fast alle IP-Kameras. Spezieller und nicht so häufig anzutreffen sind:

  • Regelmäßige Aufnahme von Fotos auf FTP im einstellbaren Intervall
  • Regelmäßiger Versand von Fotos per E-Mail im einstellbaren Intervall
  • Upload von Videos per FTP

Außerdem gibt es IP-Kameras, die über einen MicroSD-Kartenslot verfügen und je nach Modell bis zu 128 GB Speicher verwalten können. Auch da gibt unterschiedlichen Funktionsvielfalt, im Optimalfall sind folgende Punkte möglich:

  • Speichern von Videoaufnahmen auf MicroSD-Karte dauerhaft
  • Bewegungserkennung zum automatischen Start von Videoaufnahmen
  • Zeitplansteuerung zur Programmierung von Aufnahme und Bewegungserkennung
  • Endlosaufnahme, Löschen von ältesten Dateien bei vollem Speicher
  • Zugriff auf die Aufzeichnungen der IP Kamera per LAN, WLAN und Internet
  • WLAN Outdoor ÜberwachungskameraKleine WLAN Outdoor Überwachungskamera

Unterschiede in Form und Funktionalität einer IP Kamera

Hardwaretechnisch gibt es unzählige Varianten, was zum einen die Auswahl erschwert, aber auch ermöglicht, genau das Produkt zu finden, was man benötigt.

Ein Faktor können dabei die Abmessungen sein. Während es in Außenbereichen und zur Abschreckung meist egal ist, wie groß die IP-Kamera ist, werden im Innenbereich, z.B. in Geschäften, lieber Überwachungskameras genutzt, die mit geringen Abmessungen nicht so sehr auffallen und dem Besucher nicht das Gefühl des beobachtet werdens geben.

Im Indoorbereich sind daher Domekameras sehr beliebt, aber auch 360°-Netzwwerkkameras, die mit nur einer Kamera eine lückenlose Überwachung möglich machen. Ist man sich darüber im Klaren, welche Größe die IP-Kamera haben darf, wäre die nächste Frage, wie leistungsstark die Nachtsicht sein muss. Hier sind bis zu 200 Meter und mehr möglich, was dann natürlich einer gewissen Größe Bedarf.

Im Innenbereich sind oft 10 bis 20 Meter ausreichend, zur Parkplatzsicherung hingegen wird dann gerne mal etwas mehr benötigt. Das ist einer der Punkte, der vor der Anschaffung durchgeplant sein sollte, da sich dies nur mit extra Zubehör nachrüsten lässt. Zusätzlich ist noch die Frage zu klären: Dürfen die Nachtsicht-LEDs in der Dunkelheit glimmen oder nicht.

Die meisten IP-Kameras verwenden glimmende IR-LEDs mit 850nm, da diese hohe Sichtweiten ermöglichen und die Videoüberwachung ohnehin offensichtlich erfolgen muss. Es gibt aber auch Ausnahmen, die mit nicht glimmenden IR-LEDs oder ganz ohne Nachtsicht-LEDs auskommen. Mit diesem IP-Kameras erhält man ein gutes Nachtsichtbild, während sie in der Dunkelheit nicht zu erkennen sind.

Die Beweglichtkeit der IP-Kamera will gut überlegt sein. Benötigen Sie Zoom? Soll die Netzwerkkamera Schwenken und Neigen können? Oder reicht ein starres Modell? Auch können Sie sich entscheiden zwischen Bulletkameras zur Wandmontage und Domekameras zur Deckenmontage. Jede Variante kann ihre Vor- und Nachteile haben. Welche das sind, lesen Sie jetzt im IP Kamera Test.

IP Kamera Test mit verschiedenen Überwachungskameras

Im Netzwerkkamera Vergleich der Formen, zeigen sich diese Modelle als die gängigsten Varianten:

IP Kamera mit 90° Blickwinkel

Der Klassiker der Raumüberwachung mit einem extra großen 90° Blickwinkel.

IP Kamera Outdoor

Internet-Zugriff per Smartphone, Tablet, PC

Bis zu 25 Meter Sicht bei Dunkelheit

Großer 90° Blickwinkel für mehr Übersicht

Alarm bei Bewegungserkennung

ONVIF für Verbindung u.a. mit Netzwerkrekorder

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IP Kamera mit Zoom

IP Überwachungskamera Outdoor mit Zoom, um bestimmte Bereiche nah heran zu holen

IP Kamera mit Zoom

Internet-Zugriff per Smartphone, Tablet, PC

Bis zu 60 Meter Sicht bei Dunkelheit

4-fach optischer Zoom, manuell am Gehäuse einstellbar

Alarm bei Bewegungserkennung

ONVIF für Verbindung u.a. mit Netzwerkrekorder

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IP Kamera mit Schwenken, Neigen und Zoom

Hohe Flexibilität durch oftmals programmierbare, automatische Bewegung der IP-Kamera. Große Bereiche lassen sich damit mit nur einer Überwachungskamera sichern.

PTZ Kamera

Internet-Zugriff per Smartphone, Tablet, PC

5 MP Auflösung – mehr als doppelt so scharf wie Full HD!

Bis zu 120 Meter Sicht bei Dunkelheit

20-fach optischer Zoom für hohe Entfernungen

360° Schwenken und 90° Neigen – Schwenken: 120°/s, Neigen: 60°/s!

ONVIF für Verbindung u.a. mit Netzwerkrekorder

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IP Kamera als 360° Kamera (Fisheye Netzwerkkamera)

Mit großem Weitwinkel wird eine Rundumsicht möglich, die dann in mehrere Einzelbilder aufgeteilt werden kann.

360 Grad Kamera

Internet-Zugriff per Smartphone, Tablet, PC

6 MP Auflösung – mehr als doppelt so scharf wie Full HD!

Bis zu 20 Meter Sicht bei Dunkelheit

Speicher der Videos auf MicroSD-Karte bis 128 GB

360° Rundumsicht – gleichzeitig einen ganzen Raum überwachen

Alarmeingang und Alarmausgang für Verbindung mit Alarmsystemen

ONVIF für Verbindung u.a. mit Netzwerkrekorder

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IP Kamera mit hoher Nachtsicht

PTZ Netzwerkkamera mit extrem hoher Nachtsicht-Reichweite von bis zu 200 Metern.

Nachtsicht Kamera

Internet-Zugriff per Smartphone, Tablet, PC

Ultra-Infrarotkamera: Bis zu 200 Meter Nachtsicht (!)

Spritzwassergeschütztes Gehäuse (Schutzklasse IP66)

PTZ-Steuerung mit detailliertem, 22-fach optischen Zoom

ONVIF für Verbindung u.a. mit Netzwerkrekorder

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PTZ-IP-Kameras und 360°-Sicherheitskameras

Besonders funktionell und vielseitig sind natürlich die PTZ IP Kameras, die Schwenken (Englisch Pan = P), Neigen (Englisch Tilt = T) und Zoomen können. Diese IP-Kameras können auf mehrere Positionen vorprogrammiert werden, welche dann automatisch im Intervall abgerufen werden können.

Sie kann die IP-Kamera z.B. immer von links nach rechts über einen großen Parkplatz hinwegschenken und ersetzt damit mehrere statische Netzwerkkameras. Bei PTZ-Videoüberwachungskameras kann oftmals sogar die Geschwindigkeit reguliert werden, mit der diese sich bewegen und auch das Intervall angepasst werden, indem die einzelnen Punkte einer programmierten Route abgefahren werden.

Generell gibt es Unterschiede zwischen „normalen“ PTZ-Kameras und High-Speed-Dome-Kameras, die z.B. 200°/s in der Sekunde oder schneller geschenkt werden können. Wie relevant diese Geschwindigkeit ist, hängt vom Einsatzgebiet der IP Videoüberwachung ab.

360°-IP-Kameras bedienen sich einer anderen Technik um eine große Rundumsicht zu ermöglichen. Ein 180°-Fischaugenobjektiv erzeugt an der Decke montiert eine 360°-Ansicht des Umfelds, also eine lückenlose Überwachung.

Softwareseitig lässt sich dann das Panoramabild so auseinander rechnen, dass man mehrere herkömmliche Ansichten erhält, die dann sogar genau wie PTZ-Kameras in ihrer Bewegung programmiert werden können. Hier sind vor allem hohe Megapixelzahlen wichtig, um detaillreiche Aufnahmen zu erhalten. 12 Megapixel sollten dabei gewählt werden, wenn es nicht nur auf eine generelle Überwachung, sondern auch auf das Erkennen von Details ankommt.

IP Überwachungskamera ermöglicht Fernzugriff per Internet

Wollen Sie eine IP Kamera kaufen, liegen die großen Vorteil für Sie nicht nur in der Erreichbarkeit per Netzwerk, sondern vor allem auch per Internet. Der Nutzer kann weltweit via PC, Smartphone oder Tablet sehen, was die IP-Kamera anzeigt oder je nach Modell auch auf die Aufnahmen der MicroSD-Karte zugreifen.

Dafür kann man entweder eine Portweiterleitung im Router einrichten und die Erreichbarkeit per WAN-IP und DynDNS ermöglichen. Wer etwas Erfahrung hat mit Netzwerken, erledigt das binnen weniger Minuten. Oder man nutzt den vom Hersteller oftmals bereitgestellten P2P-Service, der das Videobild ohne Einstellungen am Router auf ein Endgerät übermittelt.

In der Regel muss man dann in die PC Software oder die Apps des Mobilgeräts nur den Code der IP-Kamera eingeben, um den Zugriff zu gewährleisten, für Smartphones und Tablets ist oftmals ein QR-Code zum Scannen auf der IP-Kamera oder deren Originalverpackung vorhanden.

Wenn die IP-Kamera mit dem Smartphone genutzt werden soll, gilt zu beachten, dass in fast allen Fällen nur eine App für Android oder iOS bereitsteht, also für die beiden relevanten mobilen Betriebssysteme. Diese ist in der Regel kostenlos.

Nutzer anderer Betriebssysteme bleiben dann leider außen vor, können aber oftmals mit allgemeinen IP-Kamera-Apps immer noch einen Zugriff auf die Internet-Kamera realisieren, dann per DynDNS und etwas komplexerer Einrichtung.

4K ÜberwachungskameraDas Live-Bild einer 4K Überwachungskamera (Anklicken zum Vergrößern)

ONVIF sorgt für Kompatibilität mit anderen Geräten

Der Standard der dafür sorgt, dass IP-Kameras mit Fremdsoftware und -Apps läuft, nennt sich ONVIF. Alle Modelle in unserem IP Kamera Test haben diesen Punkt erfüllt. Auch die IP-Kameras in unserem Sortiment unterstützen diesen bis auf seltene Ausnahmen, so dass man nicht nur ONVIF-fähige Apps, sondern auch Videoüberwachungssoftware am PC oder NAS nutzen kann zur Ansicht und zum Aufzeichnen des Videomaterials.

Es existieren am Markt zahlreiche ONVIF-fähige Softwarelösungen für PC, MAC und Linux, die es ermöglichen LAN-Kameras zu verwalten und das Videosignal auf unterschiedliche Art und Weise auszuwerten. Einige davon sind sogar kostenfrei erhältlich.

Ebenso können ONVIF-fähige Netzwerkrekorder verwendet werden. Diese sind speziell darauf ausgelegt, IP-Kameras im Netzwerk zu finden, am Monitor darzustellen und per Festplatte aufzuzeichnen. Sie bieten eine preiswerte Alternative dazu, einen PC dauerhaft zur Aufnahme bereitzustellen und sind zudem in den Abmessungen deutlich kleiner.

Diese NVR sind selbst dann wiederrum per Netzwerk und Internet zu erreichen und bieten eigene Software und Apps für Windows, iOS und Android. Natürlich gibt es nicht nur auf der Softwareseite große Unterschiede von IP-Kamera zu IP-Kamera.

Wenn Sie eine IP Kamera kaufen wollen, sollten Sie sich im Vorhinein Gedanken über alle Funktionen machen die Sie brauchen und sich dann erst entscheiden. Bei Fragen zum IP Kamera Test, können Sie uns gerne kontaktieren.