Im Interview mit dem Allianz.de-Newsletter gibt der ehemalige Einbrecher und heutige Autor und Streetworker Hammed Kharnis einige interessante Eindrücke aus dem Leben von Einbrechern.

So berichtet er u.a. davon, dass bei ihm selbst eingebrochen wurde – völlig ohne Gewaltspuren. Und er mutmaßt:

„Ich denke, da hat einer den Schließdienst-Trick angewendet. Mit gefälschten Papieren und einem getürkten Mietvertrag, hat er sich als Hammed Khamis ausgegeben und behauptet, er hätte den Wohnungsschlüssel verloren.“

Eine Einbruchsstrategie, die vielen mutmaßlichen Opfern bisher sicher nicht bekannt gewesen ist. Hier hilft eine Alarmanlage, am besten eine, die per Internet oder GSM ein Signal an den Besitzer sendet. Außerdem dürfte es den Schlüsseldienst stutzig machen, wenn der vermeintliche Alarmanlagenbesitzer diese nicht ausgeschaltet bekommt.

Des weiteren berichtet er von Gelegenheitsdieben, die mit Schraubenzieher oder Kuhfuß durch die Gegend ziehen. Diese warten auf eine gute Gelegenheit für einen schnellen Einbruch. Hier attestiert er: „Sicherheitstechnik (ist) schon sinnvoll.“

Je umständlicher es für einen Einbrecher wird, unerkannt und schnell vorzugehen, desto eher wird er von einem Objekt absehen. Dabei sollte z.B. eine Videoüberwachung auch nicht zu auffällig sein, weil dies Profi-Einbrechern den Eindruck vermittelt, dass es besonders wertvolles geschützt werden soll.

 

Ein Ex-Einbrecher gibt Tipps zum Schutz