Wie lernt eigentlich eine Software Gesichter zu erkennen?

Haben Sie sich schonmal gefragt, wie eine Software es lernt, Gesichter zu erkennen? Und wie man die Genauigkeit steigern kann? Die Antwort ist tatsächlich simpel: Auch die Software muss üben.

Wie die Süddeutsche berichtet übt die Bundespolizei in einem sechsmonatigen Mammuttest mit Passanten am Berliner Bahnhof – aber natürlich nur solchen, die sich freiwillig dafür melden. Wer erst überzeugt werden muss, dem sei gesagt, dass es für 25-mal durchqueren der überwachten Zone 25 Euro Belohnung gibt. Und für den eifrigsten Passanten gibt es sogar eine Apple Watch.

Auch Software zur Gesichtserkennung muss üben
WLAN PTZ IP Überwachungskamera

Technisch gesehen funktioniert das so: Es wird ein Foto von den freiwilligen Teilnehmern gemacht und das Foto landet in einer Datenbank. Das System gleicht die aktuellen Aufzeichnungen immer mit der Datenbank ab und soll letztendlich sicher die Person wiedererkennen, wenn diese sich in den Testbereich begibt. Zusätzlich tragen die Testteilnehmer einen Transponder bei sich, um auf einem zweiten Weg zu registrieren, wenn diese in dem Bereich sind. Denn ansonsten würde mal ein Fehlverhalten der Software gar nicht erkennen.

Klar ist, dass ein solcher Test die Datenschützer nicht ruhig schlafen lässt. Gesichtererkennung im öffentlichen Raum verhindert, dass man sich frei und anonym bewegen kann. Während der Test unter den strengen Bedingungen einer Voranmeldung aller überwachten Personen inklusive Einverständniserklärung rechtlich sicherlich in Ordnung geht, wird der flächendeckende Einsätz argwönisch betrachtet.

Wir finden, dass eine Gesichterkennung im öffentlichen Raum zur Erkennung z.B. von flüchtigen Straftätern sicher sinnvoll sein kann. Die Gefahr, dass dies ausgenutzt wird für einen starken Überwachungsstaat ist natürlich hoch. In Unternehmen kann eine solche Technik sinnvoll eingesetzt werden, um z.B. nur Mitarbeitern zutritt zu einem Gebäude zu gewähren.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/digital/videoueberwachung-wer-sich-ueberwachen-laesst-bekommt-amazon-gutscheine-1.3553256

Überwachungskameras im Namen der Forschung

Nicht immer geht es nur um die Sicherheit, wenn Überwachungskameras im Einsatz sind. Auch zur Tierbeobachtung im wissenschaftlichen Bereich werden Sicherheitskameras gern „zweckentfremdet“. Warum auch nicht? Die Bildqualität und hervorragende Nachtsicht der Modelle bietet sich förmlich an.

4 MP WLAN Überwachungskamera
Mit einer Nachtsicht-Überwachungskamera wie z.B. dieser, wurde der Garten überwacht.

Wissenschaft.de berichtet jetzt über ein Experiment, bei dem ein Laufrad in den Lebensraum von wild lebenden Ratten, Mäusen und anderen Tieren gestellt wurde. Es sollte das Vorurteil wiederlegt werden, Nagetiere würden nur aus purer Langeweile ins Laufrad steigen. Und siehe da, das Video der Überwachungskamera zeigt klar, dass auch wild lebende Tiere gerne mal eine Runde im Laufrad drehen.

Stolze drei Jahre lang dauerte die Untersuchung, schließlich wollten die Biologen eine vernünftige Basis für Ihre These auf die Beine stellen. Im Videomaterial wurde festgestellt, das z.B. wild lebende Mäuse regelmäßig das Laufrad aufgesucht haben und dabei sogar eine ähnliche Verweildauer im Rad hatten, wie Käfigtiere. Es scheint also bewiesen, dass es den Tieren Spaß macht, sich zu bewegen ohne sich fortzubewegen. So wie wir Menschen es ja auch gerne tun, wenn wir uns im Fitnessstudio aufs Laufband stellen.

Laufräder sind also keine Quälerei oder Beschäftigungstherapie für bemitleidenswerte Haustiere. Wir finden, das ist eine interessante Erkenntnis, die da mit Hilfe einer Überwachungskamera gewonnen werden konnte.

Quelle: https://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/3660105/Warum-tr%C3%A4gt-Wind-Musik-davon%3F/

 

Erfolgreich überwacht: Getarnte Kamera überführt Randalierer in Kirche

Aus unserer Reihe „Erfolgreich überwacht“, in der wir regelmäßig positive Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Überwachungskameras präsentieren:

HD Mini Spion Kamera
So könnte die versteckte Kamera ausgesehen haben.

1,5 Jahre lang konnte ein 16-jähriger regelmäßig in einer katholischen Kirche in der Nähe von Fulda randalieren, ohne dass man ihn überführen konnte. Selbst gefundene Blutspuren führten ins nichts, da man einfach keine Daten zum Abgleich hatte.

In unregelmäßigen Abständen kam es laut Fuldaer Zeitung zu Beschädigungen an der Kirche, vor allem zwei große verglaste Fenster wurden nachts beschädigt. Zwölf solcher Besuche stattet der Täter der Kirche ab und erzielte damit einen Gesamtschaden von fast 4000 Euro.

Erst eine getarnte Überwachungskamera konnte endlich zum Ziel führen. Der Täter wusste nicht, dass er gefilmt wurde und hinterlies so sehr gutes Beweismaterial. Ein offensichtliche Videoüberwachung hätte hier vielleicht nicht die gleichen Ergebnisse erzielt oder den Täter nur abgeschreckt und nicht überführt. Daher wählte die Polizei ein Mittel das in der Regel erst relativ spät eingesetzt wird, wenn andere Mittel erschöpft sind.

Der Erfolg gibt den Ermittlern recht und zeigt wieder mal, das Videoüberwachung ein wichtiger Bestandteil sein kann, um erfolgreich zu ermitteln und die Sicherheit zu erhöhen. Der Täter würde sonst immer wieder und wieder kommen. Und auch getarnte Überwachungskameras sind längst nicht nur mehr in den Bereich der Spionage einzuordnen, sondern wirklich ein sinnvolles Hilfsmittel zur Bekämpfung von Straftaten.

Quelle: https://www.fuldaerzeitung.de/regional/fulda/stadtregion/petersberg/bluttest-uberwachungskamera-polizei-schnappt-16-jahrigen-kirchen-vandalen-BI6578344