Polizei sucht Zeugen mit Überwachungskamera-Bild, wieder schlechte Bildqualität

Laut Express werden zwei Männer gesucht, die mit dem Juwelenraub in Wuppertal in Verbindung stehen soll. Die Polizei hat das Bild einer Überwachungskamera veröffentlicht. Unabhängig davon, dass ein Bild immer noch besser als kein Bild ist, stellen wir uns die Frage:

Warum ist die Bildqualität so schlecht?

Das Bild ist pixelig, die Auflösung schlecht, die Farben sind nicht naturgetreu. Anscheinend hat es sich noch nicht herumgesprochen das man für etwas über 300 Euro bereits 4K-Überwachungskameras erwerben kann. Mit einem vernünftigen Bildsensor könnte man dann auch mal etwas mehr Details erkennen. Sicher, das verwendete Bild ist vielleicht grade so noch ausreichend. Aber sollte einem die Sicherheit nicht etwas mehr Wert sein?

4K POE IP Kamera
4K Überwachungskamera: Endlich richtige gute Videoüberwachung

Wir fragen uns das immer wieder, wie weiterhin veraltete System im Einsatz sein können, wo man hinterher weder Gesichter noch Nummernschilder erkennen kann. Und das bei Tankstellen, Juwelieren und noch schlimmer, sogar bei Banken.

Unser Beitrag zur Debatte um Videoüberwachung soll der sein, dass wenn man sich für eine Überwachung entscheidet, dann doch bitte mit einer vernünftigen Auflösung. Denn das Errarten von Gesichtern anhand von Pixelbrei ist 2017 doch wirklich ein Witz.

Achten Sie mal drauf, wenn Sie Bilder von Videoüberwachungskameras veröffentlicht sehen: wie oft ist die Qualität wirklich gut? Sollten Sie selbst eine veraltete Videoüberwachug betreiben, nutzen Sie diesen Artikel als Anreiz, endlich aufzurüsten. Bei Handys, Notebooks und Autos lassen Sie sich doch auch nicht mit einer veralteten Lösung abspeisen oder?

Quelle: https://www.express.de/news/panorama/juwelenraub-in-wuppertal-polizei-sucht-zeugen–wer-kennt-diese-maenner–27825674

Überwachungskamera geklaut!

Wie lokalo24 berichtet, haben Einbrecher in Eschwege eine Wildkamera, die zur Überwachung einer Firma diente, gestohlen. Doch Pech gehabt, die Überwachungskamera hatte die Täter bereits fotografiert und das Bild per E-Mail versendet.

MMS Wildkamera mit E-Mail
MMS Wildkamera mit E-Mail-Versand

Beginnen wir aber von vorne: Einige Wochen vor Installation der Wildkamera kam es zu einem Einbruch. Erstaunlichweise wurde nichts gestohlen, stattdessen wurde so randaliert, dass 3000 Euro Sachschaden entstanden. Da reichte es dem Besitzer, er installierte eine Überwachungskamera.

Und siehe da, kurze Zeit später stiegen die Täter erneut ein. Von der Wildkamera überrascht, hielten sich die Einbrecher für schlau und nahmen die Überwachungskamera direkt mit. Leider nicht schlau genug, da jetzt ein Foto der Einbrecher der Polizei zur Verfügung steht.

Genau aus diesem Grund empfehlen wir Wildkameras, aber auch andere IP-Kameras, die per WLAN, LAN, LTE und UMTS Bilder und auch Videos versenden können. So ist nicht nur ein E-Mail-Versand möglich, sondern auch ein Upload auf FTP Server.

Da können die Diebe dann noch so einfallsreich die Sicherheitskamera stehlen oder beschädigen, einmal aufgezeichnet ist das Material sicher! Zusätzlich empfehlen wir als Experten für Überwachungskameras auch immer, einen Netzwerkrekorder zu nutzen und das Videomaterial nicht intern in der IP-Kamera aufzuzeichnen. Die Trennung von Aufzeichnung und Rekorder in Verbindung mit Sicherung von Material im Internet macht es den Tätern unmöglich, sich gegen die Überwachung zur Wehr zu setzen.

Quelle: https://www.lokalo24.de/lokales/werra-meissner-kreis/markt-spiegel/einbruch-eschweger-firma-ueberwachungskamera-8393325.html

Erfolgreich überwacht: Dieb- und Kreditkartenbetrüger erwischt

Aus unserer Reihe „Erfolgreich überwacht“, in der wir regelmäßig positive Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Überwachungskameras präsentieren:

Ein absolut dreister Diebstahl unter Arbeitskollegen in Oberkirch wurde mit Hilfe einer Überwachungskamera aufgeklärt. Der Täter ging soweit, mit der Kreditkarte seines Kollegen 2500 Euro zu erbeuten. Schlimmere Kollegen kann man sich nicht wünschen, oder?

Der Mann war mehrfach vorbestraft und riskierte mit dem Diebstahl mehr als nur die Geldstrafe, die ihm das Gericht aufgebrummt hat. Kann er die Geldstrafe nicht begleichen, droht sogar das Gefängnis.  Auch seinen Job ist er los, hat aber tatsächlich schon einen neuen gefunden. Wer also behauptet, es gäbe keine Jobs, sucht vielleicht nur nicht richtig. Denn wer möchte schon einen Mitarbeiter in seinen Reihen, der andere bestiehlt?

Die Überwachungskamera die den Täter überführt, war wie so oft die am Geldautomaten. Zwei Abhebeversuche hatte der Mann dort unternommen. Er hatte sogar soweit mitgedacht, sich zu tarnen. Doch trotz Sonnenbrille konnte er identifiziert werden.  Dafür hatte die Polizei das Bild dem Datenschutzbeauftragten der Firma zur Verfügung gestellt, so dass es Teile der Belegschaft sehen konnten, um den Mann zu identifizieren.

Der Verteidiger des Täters kritisierte das Vorgehen, schließlich kann so etwas auch zu falschen Diffamierungen führen und der Ruf eines Mitarbeiters ist schnell beschädigt, doch am Ende half das nichts. Der Mann bekam seine gerechte Strafe.

Quelle: https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/ueberwachungskamera-ueberfuehrte-vorbestraften-dieb

 

 

Schülerdemo gegen Überwachungskamera

Ja, es ist nicht einfach mit der öffentlichen Videoüberwachung und den Gesetzen. Vielleicht hätte der Hausmeister einer Schule in Mölln lieber unseren Ratgeber lesen sollen, bevor er eine Überwachungskamera an der Schule montiert. Wie der NDR auf seiner Website berichtet, waren die Schüler ziemlich überrascht, als plötzlich eines Nachmittags eine Überwachungskamera auf die Spinde gerichtet war. Einer der älteren Schüler vermutete sofort, dass es dafür keine Rechtsgrundlage geben könne.

5MP Outdoor Überwachungskamera
So könnte die Überwachungskamera an der Schule ausgesehen haben

Doch nicht nur die Schüler waren überrascht, auch stellte sich heraus, dass das Lehrpersonal nicht informiert gewesen ist. Begeistert waren die wenigsten. Schon am gleichen Tag wurde in der Pause eine Demo gegen die Überwachungskamera initiiert, an der alle(!) Schüler teilnahmen. Da merkt man, was für ein empfindliches Thema das ist, denn Jugendliche sind nicht unbedingt in der Masse dafür bekannt, sonderlich viel gesellschaftlichen Einsatz zu übernehmen.

Fast schon ironisch erscheint es, dass der Schulleiter sich bei seiner Rede zur Erläuterung des Kamera-Einsatzes von unzähligen Smartphones filmen lassen musste. Er erklärte, es läge eine akute Gefährung zu Grunde. Welche genau, lies er offen. Die Spekulationen der Schüler besagen, dass es sich dabei um Drohbriefe, die in einen Spind gesteckt wurden, handelt. Das würde natürlich die Ausrichtung der Kamera erklären.

Die Rechtslage spricht gegen die Überwachungskamera

Es gibt grundsätzlich die Möglichkeit bestimmte Bereiche einer Schule zu überwachen. Spinde gehören aber ganz sicher nicht dazu. Auch hätte zunächst die Polizei um Hilfe gebeten werden müssen, bevor eine solche Überwachungskamera als letzte Lösung gewählt werden darf. Fraglich ist auch aus unserer Sicht, wie eine offensichtliche Kamera, die natürlich Diskussionen auslöst, jemanden überführen soll, der Drohbriefe in Spinde steckt. Wenn hier ein Fall von Mobbing besteht, wird die Person sich einen anderen Weg suchen, ihre Spielchen fortzusetzen. Sinnvoll wäre eher eine getarnte Überwachung, die aber rechtlich natürlich noch viel fragwürdiger ist.

Dieser Fall zeigt deutlich, wie wichtig es ist, sich vor dem Kauf einer Überwachungskamera zu informieren, ob und wo der Einsatz erlaubt ist.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Moelln-Schueleraufstand-wegen-Ueberwachungskamera,schueler542.html