Rechtslage Überwachungskamera – wann ist Videoüberwachung erlaubt?

Als Tester von Überwachungskameras erreicht uns häufig die Frage, ob rechtlich der Einsatz einer Überwachungskamera erlaubt ist. Wir können natürlich für den Einzelfall keine rechtsgültige Aussage treffen, aber wir haben für Sie alle Informationen zusammengetragen, damit Sie einen guten Überblick erhalten. Wir empfehlen im Zweifel immer einen Anwalt zu kontaktieren. Denn am Ende hilft die beste Aufnahme nichts, wenn Sie vor Gericht ungültig erklärt wird.

Allen Menschen steht das Persönlich­keits­recht zu. Damit verbunden ist das Recht auf informationelle Selbst­bestimmung. Das bedeutet, jede Person darf sich in der Öffent­lich­keit frei bewegen, ohne dass heimlich Überwachungskameras auf Sie gerichtet werden oder das Verhalten aufgenommen wird. Denn wie Sie von sich selbst sicher auch merken, so eine Überwachungskamera kann das eigene Verhalten sehr beeinflussen. Vor diesen Einflüssen soll das geltende Recht die Menschen in Deutschland möglichst schützen.

Ist eine Überwachungskamera am Arbeitsplatz erlaubt?

Eine der häufigsten Fragen bezüglich des Rechtslage von Überwachungskameras ist, ob Videoüberwachung im Büro, Firma, Geschäft, Laden oder Betrieb erlaubt ist.

Arbeitsplatz
Videoüberwachung am Arbeitsplatz

Es handelt sich hier um ein empfindliches Thema, schließlich ist der Arbeitsplatz ein Ort, an dem man viel Zeit verbringt und sich nur ungern beobachtet fühlen möchte. Es grenzt daher fast an einen Eingriff in den privaten Bereich. Allerdings gibt es Umstände, unter denen Überwachungskameras am Arbeitsplatz erlaubt sind.

  • Die Videoüberwachung muss offensichtlich sein und vor einer Installation von Überwachungskameras sind alle Betroffenen darüber zu informieren bzw. müssen konkret einwilligen.
  • Es müssen konkret Interessen vorhanden sein, die sich nur mit Videoüberwachung im Betrieb wahren lassen. Das kann z.B. Diebstahlschutz in der Boutique sein oder die Videoüberwachung eines Tresorraums.
  • Bei einer vorübergehenden Überwachung, die als Ziel konkret einen Mitarbeiter im Auge hat, muss ein gut begründeter Anfangsverdacht bestehen. Besonders in diesem Fall sollte man rechtlich eine gründliche Beratung in Anspruch nehmen.

Hinnehmen muss man als Mitarbeiter die Videoüberwachung in der Regel immer dann, wenn es sich um ein öffentlich zugängliches Gebäude handelt. Wenn Sie also Verkäuferin in einem Laden sind und zum Diebstahlschutz Videoüberwachungskameras installiert wurden, werden sie sich damit arrangieren müssen. Die Auswertung darf allerdings nicht dazu dienen, Pausen oder Einsatz der Mitarbeiter zu kontrollieren. Deswegen müssen diese Daten zeitnah gelöscht werden, wenn sie nicht mehr für den angestrebten Zweck relevant sind.

Auch in öffentlich zugänglichen Gebäuden und Arealen gibt es Grenzen der Videoüberwachung. Während Bereiche wie Parkplätze, Tiefgaragen, Verkaufsflächen und Zufahrten – sprich Bereiche die von Kunden betreten werden können – prinzipiell für eine Überwachungskamera in Frage kommen, gibt es Räumlichkeiten, in denen die Überwachung strengstens untersagt ist, da hier das Persönlichkeitsrecht überwiegt.

Dazu zählen:

  • Schlafräume
  • Umkleideräume
  • Sanitär- und Toilettenräume
  • Pausenräume (Mittagspause / Frühstückraum)

Im Grunde kann man dies auf alle Räume erweitern, die nicht direkt mit Kundenkontakt zutun haben. Je privater zudem der Zweck des Raumes ist und je weiter entfernt von der Arbeit – wie also z.B. ein Pausenraum – desto weniger hoch ist die Chance, dass eine Überwachungskamera erlaubt ist.

Wenn eine Videoüberwachung am Arbeitsplatz eingerichtet wird, legt der Gesetzgeber nahe, dass diese für Angestellte möglichst schonend verläuft. So sollten bestimmte Bereiche maskiert oder verpixelt werden, wenn diese nicht für den eigentlichen Zweck der Videoüberwachung notwendig sind. Wird sich daran nicht gehalten, drohen empfindliche Strafen.

Darf eine getarnte Kamera am Arbeitsplatz verwendet werden?

Rauchmelder Spionagekamera
Rauchmelder Spionagekamera

Für Arbeitnehmer gilt: Eine neue eingeführte Videoüberwachung am Arbeitsplatz müssen Sie nicht ohne Weiteres hinnehmen. Und noch wichtiger: Heimliche Überwachung ist nur in äußersten Grenzsituationen zu tolerieren. Also z.B. dann wenn alle andere Mittel einen kriminellen Mitarbeiter zu überführen ausgeschöpft sind.

In so einem Fall sollte sich der Unternehmer aber bereits in ständigem Austausch mit der Polizei befinden. Ein wichtiger Faktor hierbei ist, dass die verdeckte Videoüberwachung nur dann eingesetzt werden kann, wenn keine anderen Mittel die Überführung eines verdächtigen Mitarbeiters möglich machen.

Die Arbeitsleistung mit Überwachungskameras kontrollieren?

In allen anderen Fällen, in denen ein Arbeitgeber auf die Idee kommt, einfach die Leistung seiner Mitarbeiter per Videoüberwachung zu kontrollieren, darf man sich wehren oder sollte sich an den Betriebsrat wenden. Arbeitsrecht und Datenschutz sind hier sehr streng und in der Regel auf Seiten des Angestellten.

Bei unzulässigem Kameraeinsatz haben Mitarbeiter sogar ein Leistungsverweigerungsrecht. Das bedeutet, Sie haben Anrecht auf Ihren Lohn, müssen aber nicht Arbeiten, da die Bedingungen unzumutbar sind.

Darf ein Arbeitgeber Attrappen von Überwachungskameras aufstellen?

Abschreckung ist eine gewollte Wirkung von Überwachungskameras. Und genau das können auch Attrappen erzielen. Ebenso können sich Mitarbeiter im Büro oder Betreib  eingeschränkt fühlen durch die Attrappen, wenn Sie sich nicht dem Umstand bewusst sind, dass gar keine Überwachung erfolgt. Die Rechtslage bei Überwachungskameraattrappen ist daher gleich der Rechtslage beim Einsatz von echten Überwachungskameras am Arbeitsplatz.

Sind private Überwachungskameras erlaubt?

Einfamilienhaus-Videoüberwachung
Wie darf ich mein Haus absichern?

Diese Frage kann man im Grunde bejahen. Es ist kein erstmal kein Problem, in seiner eigenen Wohnung Kameras aufzustellen. Problematisch wird es, wenn man Fremde Personen zu Gast hat. Diese müssen über die Videoüberwachung eingeweiht werden. Natürlich gilt das auch für alle Anwohner des Gebäudes.

Besucher einzuweihen kann mündlich erfolgen, aber auch durch eine klare Kennzeichnung im Eingangsbereich. Die Aufnahmen sollten regelmäßig gelöscht werden und es sollte verhindert werden, dass dritte an die Aufnahmen gelangen. Sorgen Sie also dafür, dass der Festplatteninhalt nur Ihnen zugänglich ist.

Wie bekomme ich eine Erlaubnis für eine Überwachungskamera?

Es gibt im Wesentlichen keine Behörde die einen Freifahrtschein ausstellt, ob Sie nun überwachen dürfen oder nicht. Die Frage ist also nicht nach einer Erlaubnis, sondern man muss sich an geltendes Recht halten, um die Aufnahmen hinterher auch rechtssicher verwenden zu dürfen.

Darf ich als Vermieter eines Mehrfamilienhauses Überwachungskameras anbringen? Ist eine Überwachungskamera im Hausflur eines Mehrfamilienhauses erlaubt?

Der allgemeine Bereiche eines Mehrfamilienhauses den mehrere Parteien regelmäßig durchschreiten, darf nicht überwacht werden, wenn nicht alle Parteien der Videoüberwachung zustimmen. Das heißt schon eine einzelne Person im Haus, hat das Recht, gegen diese Überwachung einzusprechen und diese zu verhindern. Wenn Sie selbst Vermieter sind, sollten Sie gute Argumente vorbringen können, damit die Mieter überzeugt sind, dass es nicht um eine reine Kontrolle der Mieter geht. Also z.B. Einbrüche oder Vandalismus in der Vergangenheit. Starten Sie hier keine unabgesprochenen Aktionen, schon gar nicht mit getarnten Kameras.

Darf ich privat aufgezeichntes Videomaterial veröffentlichen?

Der Impuls ist sicherlich verständlich. Man will nicht nur die Polizei mit Material versorgen, sondern vielleicht einfach bei Facebook ein Foto des Einbrechers posten, um diesen aufzuspüren. Diese Art von Selbstjustiz ist aus nachvollziehbaren Gründen untersagt. Auch ein Einbrecher hat Persönlichkeitsrechte und kann für die Veröffentlichung des Materials Schadenersatz verlangen. Also gilt immer: Videomaterial der Polizei zugänglich machen und die die Arbeit machen lassen, die sich damit auskennen.

Ist eine Überwachungskamera am Haus erlaubt?

Videoüberwachung
Beispiel für eine Videoüberwachungsanlage

Die wichtigste Regel bei der Videoüberwachung im privaten Bereich ist, dass man nur sein eigenes Gebäude und sein eigenes Grundstück überwachen darf. Eine Überwachungskamera an der Haustür ist also erlaubt, aber darf eben nicht auf das Nachbargrundstück oder öffentlichen Grund zeigen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, deswegen verfügen viele Sicherheitskameras über eine Maskierungsfunktion. Es können damit Privatbereiche maskiert werden, die dann im Videobild geschwärzt sind.

Für die eigene Wohnung gelten die gleichen Regeln wir für die Innenräume Ihres Hauses. Die private Überwachung ist erlaubt, aber alle anwesenden Personen und alle Gäste müssen darüber informiert sein, dass eine Videoüberwachung erfolgt.

Wie sind die Strafen, wenn ich mich nicht an die Gesetze halte?

Strafe bei Videoüberwachung
Es drohen empfindliche Strafen, wenn man sich nicht an die Regeln hält.

Unerlaubt aufgezeichnete Personen können nicht nur die Löschung der Aufnahmen beantragen, sondern auch laut Gesetz Schmerzensgeld und Schadenersatz einklagen. Hinzu kommt ein Bußgeld von staatlicher Seite und die Aufforderung die Überwachungskamera zu entfernen. Mühsam installierte Videoüberwachung kann also komplett verboten werden, wenn sie sich nicht an die Vorgaben halten.

Damit können auch große Investitionen in die Technik futsch sein.

Die Höhe des Schmerzensgeldes und Schadenersatz orientiert sich an der Schwere des Eingriffs in die Privatsphäre. Werden z.B. Personen beim Toilettengang gefilmt, ist das ein schwerwiegenderer Eingriff, als wenn man diese beim Einsteigen ins Auto filmen würde.

Als ein Urteil zur Orientierung, mit welchen Summen man rechnen kann, dient der Fall einer Angestellten die von ihrem Arbeitsgeber daauerhaft überwacht wurde. 7000 Euro Schadensersatz hat das hessische Landesarbeitsgericht der Mitarbeiterin zugestanden. In dem Fall war dabei nicht mal die dauerhafte Überwachung das Problem, sondern dass der Arbeitgeber die Überwachungskamera für den Einsatzzweck hätte so ausrichten können, dass die Mitarbeitern eben nicht gefilmt wird.

In einem weiteren Fall wurden dem Kläger 4000 Euro zugesprochen da zwei der im Gebäude installierten Kameras die Eingangstore der La­ger- und Kom­mis­sio­nier­hal­le aufgezeichnet haben, was nach Ansicht des Mitarbeiters und Gerichts die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter verletzt hat.

Dürfen Schulen eine Videoüberwachung nutzen?

Schule
Hitzig diskutiert: Videoüberwachung an Schulen

Grundlegend lässt sich sagen: Videoüberwachung verträgt sich nicht mit dem Auftrag der Schulen, Schüler in ihrer Entwicklung voranzubringen, mündige und selbstbestimmte Menschen zu werden.

Eine permanente Überwachung mit Sicherheitskameras spricht dem Geist, den Kinder ihre freie Entwicklung zu ermöglichen, komplett entgegen. Ständig würden sich die Schüler beobachtet fühlen und sich so nicht natürlich entfalten können.

Doch wie sieht es rechtlich aus? Bestimmte Bereiche wie Fahrradständer, Zuwegung, Lehrerparkplatz können zum Zweck der Eindämmung von Diebstahl überwacht werden, wenn andere Methoden keine Besserung gebracht haben. Die Videoüberwachung muss deutlich sichtbar allen Besuchern angekündigt werden.

Klassenräume, Schulhöfe und andere Bereiche, an denen sich nur Schüler und Lehrer während der Schulzeit aufhalten dürfen theoretisch nach Schulschluss überwacht werden. Allerdings sind vorhandene Kameras – selbst wenn sie abgeschaltet sind – immer noch eine Beeinflussung für die Schüler und somit rechtlich kaum durchzusetzen.

Sind Bereiche öffentlich zugänglich, ist eine Überwachung möglich, wenn alle, die die Bereiche nutzen darüber informiert sind und der Personalrat zugestimmt hat.

Hinweis: Von Bundesland zu Bundesland sind die Regeln hier unterschiedlich. Sie können sich bei den Datenschutzbeauftragen ihres Landes informieren, hier z.B. NRW.

Wie ist die Rechtslage in Österreich?

Geregelt wird die Verwendung von Videoüberwachung in Österreich durch die Datenschutzgesetznovelle. Grob zusammengefasst kann man dabei sagen, dass auch hier die Interessen der Personen die überwacht werden als sehr hoch angesehen werden. Um eine zulässige Videoüberwachung einzurichten, darf das Grundrecht auf Datenschutz nur minimal eingeschränkt werden und es muss die Variante gewählt werden, die dieses Grundrecht am wenigsten verletzt.

Es gilt eine Protokollierungspflicht für jede Aufzeichnung von Videomaterial, nicht für eine reine Echtzeitüberwachung. Zudem ist Videoüberwachung in vielen Fällen vor dem Einsatz registrierungspflichtig, unterliegt also einer Vorabkontrolle.

Auch in Österreich dürfen Mitarbeiter nicht einfach zur Kontrolle überwacht werden, hier geht man davon aus, dass es fast immer bessere Methoden gibt, als die Videoüberwachung am Arbeitsplatz, um eine Problematik zu lösen.

Wie ist die Rechtslage in der Schweiz?

Wie der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte in seinen Veröfffentlichungen zur Videoüberwachung mitteilt, verhält es sich in der Schweiz sehr ähnlich wie in Deutschland und Österreich. Des Bundesgesetz über den Dateschutz regelt die Videoüberwachung.

Überwachungskameras dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn die Personen im überwachten Bereich der Videoüberwachung zustimmen oder ein überwiegendes Interesse den Einsatz rechtfertigt. Auch hier gilt, dass die Videoüberwachung immer nur dann gewählt werden darf, wenn andere Mittel zur Sicherheit, die die Privatsphäre weniger verletzten, nicht ausreichend sind. So kann z.B. eine zusätzliche mechanische Verriegelung einer Tür die Alternative sein, die den Vorzug gegenüber eine Videoüberwachung dieser Tür genießen muss.

Ebenso wie in Österreich gilt es die Videoüberwachungsanlage genauso zu installieren, dass möglichst wenig Persönlichkeitsrechte verletzt werden, um zum eigentlichen Zweck zu gelangen. Wer also Einbrecher erfassen möchte, darf die Kameras nicht auf die Bürotische von Mitarbeitern zeigen lassen.

Ist die Aufnahme von Ton erlaubt?

Abhören
Hier wird noch ohne Technik belauscht

Für das Fallbeispiel Arbeitsplatzüberwachung lässt sich einwandfrei feststellen, dass die Audioüberwachung, z.B. in Verbindung mit einer Überwachungskamera, verboten ist. Selbst wenn die Voraussetzungen zur rechtmäßigen Installation einer Sicherheitskamera gegeben sind, heißt das nicht, dass diese einfach mit Mikrofon ausgestattet werden darf.

Grundsätzlich gilt, dass Privatpersonen nicht von anderen Privatpersonen abgehört werden dürfen. Gedacht wird hier zwar zu aller erst an Abhörwanzen, aber natürlich betrifft es auch Überwachungskameras, die Ton aufzeichnen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass Sie, wenn Sie eine Kamera mit Tonaufnahme betreiben womöglich riskieren, dass die Videoaufnahmen vor Gericht als ungültig gelten.

Eine Audioaufnahme darf nur dann erfolgen, wenn alle Beteiligtem dem zustimmen, niemals heimlich. Die „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ wird von § 201 Abs. 1 und Abs. 2 StGB  geregelt. Möglich ist eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Wie dürfen Behörden überwachen?

Natürlich haben Behörden andere Rechte und Kompentenzen, wenn es um Videoüberwachung geht. Dies ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Am Beispiel NRW kann man sagen, dass die Polizei das Recht besitzt, Überwachungskameras im öffentlichen Raum zu installieren. Allerdings muss dafür ein konkreter Zweck zur Verhütung von Straftaten bestehen. Es muss sich sich beim Standort z.B. um einen Ort handeln, an dem schon regelmäßig Straftaten begangen wurden.

Städte und Gemeinden in NRW haben in ihren Objekten zur Sicherung des Hausrechts die Möglichkeit, Videoüberwachung einzusetzen. Außerhalb der Einrichtungen ist die Videoüberwachung nicht gestattet. Aufzeichnungen sind dabei nur möglich, wenn ein konkrete Gefahr besteht, gelöscht werden müssen diese Aufnahmen binnen 24 Stunden. Ist keine konkrete Gefahr mehr vorhanden, muss die Speicherung sofort beendet werden.

Für die Überwachung von Städten und Gemeinden gilt, dass Besucher dieser Bereiche auf die Videoüberwachung hingewiesen werden müssen.

Im Einsatz bei Polizei oder anderen ermittelnden Behörden sind je nach Ranghöhe der Behörde oft keine Grenzen mehr gesetzt für eine offensichtlich oder verdeckte Videoüberwachung zwecks Aufklärung von Straftaten.

Lesen Sie hier noch mehr zum Thema Überwachungstechnik:

Outdoor Überwachungskameras im Test und Vergleich

Überwachungskamera selber Tarnen

Welche Überwachungskameras für welchen Bereich?

 
 

Bildquelle: Pixabay

Wild Überwachungskamera Test und Vergleich 2017

Der Markt der Wild Überwachungskamera ist groß und unübersichtlich. Dabei vereinen die Geräte folgende Eigenschaften, die Sie zu richtigen Wild Überwachungskameras machen:

  • Wetterfestes Gehäuse
  • Mobile Stromversorgung (Akku oder Batterie)
  • Bewegungserkennung per PIR-Sensor (für hohe Laufzeiten im Standby)
  • Nachtsicht Infrarot (in der Regel nicht glimmend)
  • Lautloser Betrieb (um Tiere nicht zu verschrecken)

Die Unterschiede liegen daher also im Detail:

  • Akku oder Batterie: Die Vorteile im Batteriebetrieb sind, dass die Ladezeit entfällt. Nachteil ist, das man regelmäßige Kosten hat. Bei den derzeitigen Batteriepreisen aber wohl zu vernachlässigen.
  • Videoauflösung: In der Regel ist hier ab 720P aufwärts der Standard, aber nicht alle Kameras bieten Full HD.
  • Fotoauflösung: Es gibt verschiedene Varianten (5 MP, 7 MP, 12 MP).
  • Länge der Videodatei
  • Nachtsichtreichweite: Ein wichtiger Punkt für alle, die unbeleuchtete Bereiche überwachen wollen.
  • Betriebstemperatur: Wichtige, wenn sehr hohe oder niedrige Temperaturen erreicht werden im Umfeld der Außenkamera.
  • Anzahl der Fotos pro Auslösung (häufig variierbar).
  • Fotoversand per MMS und E-Mail: Ein Großteil der Wild Überwachungskameras ist auch MMS Kamera. Allerdings kann man Geld sparen, wenn man auf die Funktion verzichten will. Getestet wurden Vodafone- und T-Online-SIM-Karten.
  • Intervall- und zeitgesteuerter Einsatz als Option: Einige Jagdkameras möglichen es regelmäßig Fotos aufzunehmen, unabhängig vom Bewegungssensor. So kann die Wildkamera auch als Intervallkamera z.B. auf einer Baustelle genutzt werden, um den Fortschritt der Bauarbeiten zu protokollieren.
  • Solarzelle zur Akkuladung vorhanden oder nicht.
  • Zubehör: In der Regel gehört ein Haltegurt und eine Fernbedienung zum Lieferumfang. Je nach Modell auch ein Video-Kabel (wenn Videoausgang vorhanden). Meist ist eine Software zur Konfiguration im Lieferumfang.

Outdoor Wild Überwachungskamera Vergleich 2017

Der folgende Test soll eine Übersicht geben, über das aktuelle Angebot. Es sind natürlich nicht alle Modelle am Markt aufgelistet. Dafür aber die empfehlenswertesten Kandidaten, mit möglichst großer Vielfalt, was die Funktionen anbelangt.

MMS Außen-Überwachungskamera

Wild Überwachungskamera

Highlights:

  • MMS- und E-Mail-Versand mit Foto
  • Bis zu 20 Meter Nachtsicht
  • Full HD Videoauflösung
  • Mikrofon zur Tonaufnahme
  • Display vorne integriert, einfachere Ausrichtung bei Montage per Gurt am Baum

Rundum gelungen zeigt sich diese MMS Überwachungskamera. Die Konfiguration geht einfach per Software am PC, die Einstellungsdaten werden auf die MicroSD-Karte gesichert. Im Testmodus kann man sich dann vergewissern, dass die Bildausrichtung stimmt, da das Display an der Vorderseite montiert ist. Was hilft einem das Display auf der Rückseite, wenn man die Wild-Überwachungskamera am Baum montiert hat? Im Test der einzige Hersteller, der mit diesem Detail punkten kann.

Bei Bewegungserkennung, die zuverlässig und schnell auslöst, wird dann je nach Einstellung ein Foto oder Video auf Speicherkarte gesichert. Zudem haben wir sowohl den MMS-Versand als auch die Übertragung eines Fotos per E-Mail erfolgreich getestet. Wichtig ist eine vorhandene Netzabdeckung.

Etwas besser gelöst könnte das Einlegen der Batterien sein, aber da man dies nicht so häufig machen muss (unser Test jedenfalls konnte einen Satz Batterien nicht in die Knie zwingen), gilt dies kaum als Minuspunkt.

Fazit: Gute Auflösung, gute Nachtsicht, zuverlässiger MMS- und E-Mail-Versand. Viel mehr braucht es nicht, zu einer empfehlenswerten Wildkamera.

Alle weiteren Informationen zur Wild Überwachungskamera finden Sie hier.

 


MMS Wildkamera mit Solar

Wild Überwachungskamera mit MMS

Highlights:

  • MMS- und E-Mail-Versand mit Bild
  • Solarzelle im Lieferumfang
  • Bis zu 25 Meter Nachtsicht
  • Betrieb per Akku
  • Full HD Videoauflösung
  • Display integriert

Der große Unterschied zum ersten Testteilnehmer ist, dass die Stromversorgung in diesem Fall per Akku funktioniert. Viele Wildkameras setzen auf Batterien, einmal um eine hohe Flexiblität zu erreichen, zum zweiten aber sicher auch, da keine Kosten für den Akku entstehen.

Wer nicht so gerne regelmäßig Batterie kaufen und wegwerfen will, der kann diese Wild Überwachungskamera mit leistungsstarkem Akku einsetzen. Die Laufzeit hängt dabei natürlich von der Häufigkeit der Auslösungen ab.

Der PIR Bewegungssensor arbeitet im Test zuverlässig, Versand per Mail und MMS wurde erfolgreich getestet. Das Gehäuse der Wild-Überwachungskamera kann man aufklappen, dann sieht man das Display. Wie so häufig gibt es einen Testmodus, um die Einstellungen vorzunehmen. Ist das Gerät dann bereit, stellt man es auf „on“ – die lautlose Überwachung beginnt.

Fazit: Wer in einer sonnenreichen Gegend wohnt und eher ein Fan von Akkus als von Batterien ist, sieht in dieser Wildkamera seine erste Wahl. Es konnten keine nennenswerten Schwächen entdeckt werden.

Alle weiteren Informationen zur Wild Überwachungskamera finden Sie hier.

 


Hochauflösende LTE Wildkamera mit hoher Akkulaufzeit

Hochauflösende LTE Wild Überwachungskamera

Highlights:

  • Top Preis-Leistungsverhältnis dank neuester Technologie
  • Aufzeichnungsübertragung über LTE an Smartphone-App (Android / iOS)
  • Integriertes WLAN mit bis zu 10 Metern Verbindungs-Reichweite
  • Bis zu 6 Monate Akkulaufzeit im Standby mit aktiver Bewegungserkennung
  • Nachtsicht-Reichweite von bis zu 20 Metern
  • 16 MP maximale Fotoauflösung, 3 MP maximale Videoauflösung (bei 30 FPS)

Die LTE Wildkamera ist als einziger Testteilnehmer mit einem 16 Megapixel starken CMOS-Sensor ausgestattet und bietet daher eine sehr hohe Auflösung von bis zu 4608 x 3456 Pixel. Es werden gestochen scharfe Fotos geschossen und flüssige Videos aufgezeichnet. Diese sauberen Aufnahmen, werden während der Überwachung über das moderne 4G/LTE Netz per Fernsteuerung an ein registriertes Mobilgerät gesendet. Damit verzichtet diese Kamera auf Standardbenachrichtigungen per MMS oder E-Mail und nutzt den einfachen Weg: Der Nutzer erhält über die App ein Foto oder Video der Aufzeichnung an sein Mobilgerät gesendet und gleichzeitig wird die Aufnahme auf der SD-Karte gespeichert. In unseren Tests, funktionierte dieser Vorgang schnell und reibungslos.

Überrascht waren wir auch von der sehr gut funktionierenden aktiven Bewegungserkennung. Denn die Überwachungskamera behält Tag und Nacht alles im Blick und ist gleichzeitig extrem stromsparend. Bei Nacht, kann die Überwachungskamera bis zu 20 Meter weit sehen und aufzeichnen. Gleichzeitig, liegt die Standby-Zeit mit Bewegungserkennung aber auch bei bis zu 6 Monaten. In unseren Augen ein großer Pluspunkt, da der Nutzer sich nicht mit dem ständigem Austauschen der Batterien ärgern muss.

Hohe Standards für professionellen Einsatz

Mit der Speicherkapazität, spielt diese Kamera ebenfalls ganz oben mit. Es kann nämlich eine microSD-Karte mit einem gigantischen Speicher von bis zu 128 GB genutzt werden. Damit können unzählige Fotos und Videos aufgenommen und gesichert werden. Die Bedienung und Handhabung der Wild Überwachungskamera ist dank der App denkbar einfach. Mit der App hat man viele Möglichkeiten, wie z.B. die Echtzeitansicht, das Vornehmen von Kameraeinstellungen, einen täglichen Statusreport anfordern oder den Akkustatus abfragen. Die Verbindungsqualität ist hier sensationell.

Fazit: Für uns, ist diese Wild Überwachungskamera ein absoluter Highlight. Mit einer hohen Auflösung, gehört dieses Top-Gerät in die Extraklasse und ist perfekt für einen einfachen, aber hochprofessionellen Einsatz als Outdoor-Überwachungskamera geeignet. Vollgepackt mit neuester Technologie und modernen Funktionen, ist diese Kamera einzigartig und konkurrenzlos im Vergleich zu den anderen Wildkameras. Auch wenn die Kamera in einem hohen Preisbereich angesiedelt ist, bekommt der Nutzer hier viel mehr Leistung, als bei anderen, günstigeren Geräten.

Alle weiteren Informationen zur Wild Überwachungskamera finden Sie hier.

 


MMS Wildkamera mit E-Mail-Versand

Wild Überwachungskamera mit E-mail

Highlights:

  • MMS- und E-Mail-Übertragung
  • Manueller Fotoversand per SMS-Befehl möglich
  • Zeitgesteuerte Intervallaufnahme möglich (Zeitraffer-Modus)
  • Mehrfachaufnahme von Bildern (bis zu 7 pro Auslösung)
  • Unsichtbare Nachtsicht bis zu 20 Meter
  • Display integriert für Einstellungen und Ansicht der Aufnahmen

Interessante Ansätze und Lösungen bietet dieses MMS Outdoor Wildkamera. Als einziges Modell im Test kann man der Wildkamera eine SMS senden und diese sendet dann ein Foto. Optimal für alle, die auch zwischen den Bewegungen mal nach dem Rechten sehen wollen.

Ebenfalls einzigartig ist die Möglichkeit, mit einer Auslösung bis zu 7 Fotos aufzunehmen. Grade bei schnellen Bewegungen ist die Wahrscheinlichkeit, ein scharfes Foto zu erhalten merklich höher. Das war im Test sehr beeindruckend.

Weiteres Hightlight: Intervallaufnahme. Das bedeutet, die MMS-Kamera kann z.B. alle 20 Minuten ein Foto auf der Speicherkarte sichern. Wer z.B. den Bau eines Gebäudes protokollieren will, kann aus den Bildern ein schönes Zeitraffer-Video erstellen. Einsatzmöglichkeiten für die Intervallfunktion gibt es viele, vor allem auch in der Tierbeobachtung. So dass sich so mancher Jäger für dieses Modell begeistern wird.

Fazit: Mit unsichtbarer Nachtsicht, Intervall-Aufnahmen und der Auslösung einer Fotoaufnahme (mit Versand) per SMS, unterscheidet sich dieser Modell von vielen anderen MMS Wild Überwachungskameras. Alle Funktionen sind schnell und einfach konfiguriert. Das ist nicht immer der Fall. Man kann diese Wild Überwachungskamera als zweiten Testsieger (nach der LTE Wildkamera) bezeichnen, aufgrund ihrer vielen Funktionen und hervorragenden Verarbeitung.

Alle weiteren Informationen zur Wildkamera finden Sie hier.

 


Unser Testfazit:

Alle Modelle im Test beherrschen die Grundfunktionen der Wild Überwachungskamera ausgezeichnet. Gute Bilder, hohe Akku- oder Batterielaufzeit, schnelle Auslösung.

Einen klaren Favoriten finden wir hier, aber alle anderen Modelle halten auf jeden Fall ihre Versprechen und sind alltagstauglich.

 


Es geht noch weiter…

Neben der Wild Überwachungskamera, gibt es noch andere Arten von versteckten Kameras. Lesen Sie dazu unbedingt unseren Test für Getarnte Spionagekameras!